Brief von ’Emily Dickinson an George H. Gould, 1850
Ich wünsche eine Unterredung
Kommen Sie morgen oder Abendrot
Meinetwegen auch zu Neumond
Der Ort ist einerlei
Mit Gold, Purpur oder Sackgewändern
Auf Kleidung geb ich nichts
Mit Schwert, mit Stift mit Flugschar
Es will die Waffe weniger als der sie führt
Mit Kutsche Karre oder auch zu Fuß
Die Ekipage ist der Person nicht gleichzusetzen
Die Seel, der Geist, der Leib gliech viel
Ob Heer, ob Ode, ob Sonne oder Sturm
Ob Himmel oder Erde,
Irgendwie nirgnedwo werde ich Sie sehen
Nicht sehen allein, nein. Plaudern. Ein Téte a téte, Stelldichein
Schwatz, ein Austausch von Meinungen schwebt mir vor.
Ich ahne, wir werden uns schon einig .
Wir werden unverzüglich sein.
Zur Zeit und außer ihr. Werden angedeien lassen, hegen, hochhalten, hätscheln, wachen, warten.
Zweifel einbehalten, bessern. Erhöhen. Erhellen.
Alles erhabenen Seelen, wie fern sie auch seien, sind unser und die unsrigen ihre.
Es werden Seiten angeschlagen werden.
Es schließen sich Kreise der Gegenseitigkeit
Kognationen internös
Und schläft die Welt den Schlaf von Ignoranz und Irrsa.,
Um sie zu wecken müssen wir krähen wie Hähne, singen wie die Lärchen und aufgehen wie Sonnen.
Oder.
Lassen Sie uns die Gesellchaft an der Wurzel ausreißen und neu pflanzen.
Wir wollen Sonne und Mond ausblasen und Erfindungen fördern.
Alpha wird Omega
Wir werden den Berg der Ehre Sturm geben
Haleluja
02 krach I, öl auf leinwand, 60 x 40, 2024